Ein Mittagessen mit Jan und Gedanken über Süditalien. Zwischen Penne Arrabbiata, Neapel und leeren Häusern

Ein Mittagessen mit Jan und Gedanken über Süditalien.  Zwischen Penne Arrabbiata, Neapel und leeren Häusern

Ein Blick auf Süditalien, Begegnungen und Gespräche, die hängen bleiben

Hallo Freunde, hallo liebe Leser,
als Betreiber der Toro Tapasbar in Karlsruhe habe ich einen Job, der weit über Essen und Trinken hinausgeht. Menschen kommen, Menschen gehen. Manche bleiben nur Gäste. Andere hinterlassen Spuren. Gespräche, die man nicht plant. Geschichten, die sich entwickeln, während das Glas Rotwein langsam leer wird.

Eine dieser Begegnungen trägt den Namen Jan M.


Ein freier Tag, ein einfaches Gericht, ein gutes Gespräch

Heute war mein freier Tag. Kein Tresen, keine Tapas, kein Lärm aus der Küche. Stattdessen Freunde, ein Tisch, Penne Arrabbiata. Tagesessen. Scharf, lecker, ohne Schnickschnack.

Jan war auch dabei. Wir redeten über vieles. Über Italien natürlich. Über Süditalien im Besonderen. Irgendwann landeten wir bei Montescaglioso, meiner Heimatstadt in der Basilikata, nicht weit von Matera entfernt.

Dann kam die Frage.

Jan: „Warum sind die Häuser dort eigentlich so günstig?“

Eine berechtigte Frage. Und eine, die öfter gestellt wird.


Montescaglioso: Zahlen, Fakten, Realität

Montescaglioso liegt rund 15 Kilometer südlich von Matera, etwa 90 Kilometer von Bari entfernt. Bis Neapel sind es knapp 260 Kilometer, rund drei Stunden Autofahrt. Keine Weltreise, aber auch kein Wochenendtrip für Eilige.

Die Stadt zählt heute etwa 9.500 Einwohner. Früher waren es mehr. Der Grund ist simpel und komplex zugleich:

  • Junge Menschen ziehen in neuere Stadtteile

  • Alte Häuser in der Altstadt stehen leer

  • Viele Familien besitzen ein zweites Haus und möchten keine zusätzlichen Steuern zahlen

  • Die Folge: Verkauf statt Sanierung

Kleine, weiße Häuser, oft mit dicken Mauern, schmalen Gassen, Geschichte in den Wänden. Preise? Teilweise ab 20.000 bis 40.000 Euro, je nach Zustand. Renovierungsbedarf inklusive. Klar.

Das klingt romantischer, als es manchmal ist. Aber es ist Realität.


Neapel, Capri und Erinnerungen, die bleiben

Das Gespräch wanderte weiter. Weg von Immobilien, hin zu Erlebnissen.

Jan: „Ich war schon mal in Neapel. Hat mir sehr gefallen.“

Vier Tage. 2023. August. Er scrollt auf seinem Handy. Bilder tauchen auf. Straßen, Meer, Menschen. Ein Abstecher nach Capri war auch dabei.

Nicht allein.

Pia war mit ihm dort. Seine Partnerin. Flugbegleiterin bei Lufthansa. Viel unterwegs, viel gesehen. Und doch. Italien blieb hängen.


Capri Tagesausflug, mit dem Boot von Neapel aus.


Jan erzählte von einem Moment am Comer See, einige Jahre zuvor. Spontan. Er fragt sie per WhatsApp, ob sie ihn besucht. Sie zögert nicht. Fährt von Karlsruhe nach Como. Für einen Tag. Obwohl sie am nächsten Morgen arbeiten musste. Ist das nicht schön?

Solche Geschichten erfindet man nicht. Man erzählt sie nur, wenn sie echt sind.


Essen als Verbindung

Vielleicht überrascht es niemanden, dass Pias Lieblingsgerichte aus dem Süden kommen:

Klassiker, ehrliche Küche. Genau das ist es, was auch Gespräche wie dieses ausmacht.

Ich merke, wie Jan strahlt, wenn er von Pia spricht. Von Italien. Von diesen Tagen. Das ist kein großes Drama. Kein Hollywood. Aber eine Art Schmetterlinge im Bauch.


Limoncello Spritz, Aperol Spritz und Insalata Caprese mit Pia.



Warum solche Begegnungen wichtig sind

Als Gastronom erlebt man vieles. Manche Gespräche verfliegen. Andere bleiben. Dieses hier war ruhig. Unaufgeregt. Und gerade deshalb besonders.

Ein Teller Pasta kann ein Anfang sein. Für Erinnerungen. Für Fragen über Orte, Lebensmodelle, Entscheidungen. Und manchmal auch für den Gedanken: Vielleicht irgendwann ein kleines Haus im Süden.

Oder einfach nur ein weiteres gutes Gespräch.


FAQ – Häufige Fragen zu Montescaglioso, Süditalien & Immobilien

Wo liegt Montescaglioso genau?
In der Region Basilikata, Süditalien. Nahe Matera, etwa 90 km von Bari entfernt.

Warum sind Immobilien dort so günstig?
Abwanderung junger Menschen, Leerstand in der Altstadt, steuerliche Belastung für Zweitimmobilien.

Sind die Häuser bewohnbar?
Teilweise ja, oft renovierungsbedürftig. Elektrik, Wasser, Dächer sollten geprüft werden.

Wie ist die Infrastruktur?
Grundversorgung ist vorhanden: Supermärkte, Ärzte, Schulen. Großstädte erreicht man mit dem Auto.

Ist Neapel gut erreichbar?
Ja. Rund 260 km, etwa drei Stunden Fahrtzeit.

Lohnt sich eine Investition?
Das hängt vom Ziel ab. Als Ferienhaus oder langfristiges Projekt ja. Als schnelle Wertanlage eher nicht.

Wie ist das Leben vor Ort?
Ruhig. Traditionell. Weniger Tourismus als in bekannten Regionen. Dafür Alltag, wie er wirklich ist.

Welche Küche ist typisch für die Region?
Einfach, bodenständig. Viel Pasta, Hülsenfrüchte, Gemüse, Olivenöl. Keine Show, viel Geschmack.


Labels: 

Italien, Süditalien, Montescaglioso, Matera, Neapel, Gastronomie, persönliche Geschichten, Immobilien Italien, Toro Tapasbar Karlsruhe

Meta-Beschreibung:

Persönlicher Blogartikel über eine Begegnung in Karlsruhe, Gespräche über Süditalien, günstige Häuser in Montescaglioso, Erinnerungen an Neapel und Capri sowie Fakten, Zahlen und eine ausführliche FAQ-Sektion.





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